Die Hippotherapie bezeichnet die Physiotherapie auf dem Pferd und darf nur von ausgebildeten Hippotherapeuten durchgeführt werden. Hierbei wird das Pferd als Medium zur Unterstützung der Therapie von Erwachsenen und Kindern eingesetzt. In dieser Form der Therapie werden durch die dreidimensionalen Schwingungsimpulse des Pferdes die motorischen, koordinativen und kognitiven Fähigkeiten der Patienten gefordert und gefördert. Je nach Patient und unter Einschätzung des Therapeuten, sitzt der Patient mit oder ohne Hilfe auf dem Pferd. Das Pferd wird von einem fachkundigen Helfer geführt. So wird ein hohes Maß an Sicherheit und die volle Konzentration des Therapeuten auf den Patienten gewährleistet.

Während der Therapie werden sämtliche Muskelpartien des Patienten beansprucht und genutzt. Um einen möglichst großen Therapieerfolg zu erzielen, gibt es verschiedene Übungen. Das Pferd befindet sich während der Therapie überwiegend im Schritt.

Das Therapiepferd dient aber auch noch einem anderen Zweck: Oft erhält der Therapeut einen leichteren Zugang zum Patienten durch den Kontakt mit dem Pferd.

Hippotherapie 1 

Das Therapiepferd erhält eine besondere Ausbildung, damit es bedarfsgerecht und unterstützend eingesetzt werden kann. 

 

 

Ansprechpartner: Melanie Werremeyer - Physiotherapeutin - Hippotherapeutin von der FN anerkannt

 

 

 

Erfahrungen von Patienten:

 

Im März 2005 wurde meine Bauchdecke taub, einige Tage später hatte ich ziemlich starke Probleme beim Laufen, die Feinmotorik funktionierte extrem schlecht bis gar nicht mehr (Beim Brot schneiden in die Hand geschnitten, Schuhe schnüren, etc)

An einem Sonntag kurz nach dem auftreten der Symptome, brachte meine Frau mich in die Notfallaufnehme des Klinikums Osnabrück. Nach 5 Tagen der Ungewissheit und etlichen Untersuchungen, wurde ich mit der Diagnose Multiple Sklerose entlassen.

Aufgrund des agressiven Krankeitsverlaufs mit ca 2 Schüben in dem Jahr, wurde ich zunächst mit Mitoxan (Chemotherapie) behandelt. Im Januar 2006 wurde diese erfolglos abgebrochen und ich nehme seitdem ein sogenanntes Interferon, welches ich mir 3x wöchentlich selber spritze.

 

Im Sommer 2006 fing ich bei Melanie mit der Hippotherapie an und möchte mir nicht vorstellen, wie es mir ohne ginge!!! Bei der Hippotherapie kann ich mich nur auf mich selbst konzentrieren und ich nehme die Therpiezeit auch als kleine Auszeit aus dem Alltag. Ich bin der festen Überzeugung, es würde mir ohne das Reiten deutlich schlechter gehen!!! Es ist zwar unglaublich anstrengend für mich, aber es macht wirklich sehr viel Spaß.